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Tipps für den ersten Tag eines Städtetrips in Antwerpen

Wer das erste mal eine Städtereise nach Antwerpen macht, der hat die selben Gedanken wie bei jedem anderen Kurztrip auch. Was muss man unbedingt gesehen haben, wieviel Zeit braucht man dafür, wie weit sind die Wege auseinander usw. Diese Frage ist natürlich total berechtigt, wenn man nicht aufs gerade Wohl drauf losmachen möchte. Gerne gebe ich mal einen Überblick, was auf keinen Fall fehlen darf um sagen zu können, ich habe was von Antwerpen gesehen.

Antwerpen Centraal: Dieser Bahnhof ist alles andere außer gewöhnlich, man vergleicht ihn auch gerne mit einem Museum oder einer Kathedrale

Wer mit dem Zug anreist, der hat es schon ganz gut, denn wenn man in der untersten Ebene des Bahnhofs in Antwerpen (da kommen die Züge aus Richtung Brüssel an) ankommt und dann mit den Rolltreppen langsam nach oben fährt, offenbart sich so einiges wie pompös die Centraal-Station wirklich ist.

Nun ist es aber hier auch entscheidend, welchen Ausgang man nimmt, denn sonst verpasst man wirklich das Allerbeste. Wenn man von der Rolltreppe hochkommt, dann gibt es gleich einen Ausgang links. Der ist nicht schlecht, denn plötzlich steht man mitten im Diamentenviertel – aber das ist wieder ein anderes Kapitel.

Man nimmt einfach den Weg quer durch die Bahnhofshalle und kommt dann in eine Art „Vorhalle“, die einem wirklich die Sprache verschlägt. Hier genau befindet man sich in dem Teil des Antwerpener Bahnhofs, der ihn zu einem der schönsten Bahnhöfe der Welt kürt. Sehen, staunen, fotografieren steht jetzt am Programm und vor allem einfach genießen.

Diamentenviertel in Antwerpen: Ein weiterer Vorteil für Reisende die mit dem Zug nach Antwerpen kommen

Wie vorhin beschrieben, befindet sich das Diamentenviertel direkt am seitlichen Ausgang von Antwerpen Centraal und wenn man nicht allzu schweres Gepäck hat, kann man gleich eine kleine Runde ziehen und sich vom Funkeln der Diamanten in den Bann ziehen lassen.

Es ist schon erstaunlich, wie viele Diamentenhändler hier ihre Geschäfte haben und noch erstaunlicher ist, welche hohen Werte alleine in den Schaufenstern liegen. Man sagt auch, das fast jeder Diamant auf der Welt einmal zuvor hier war. Antwerpen ist auf der ganzen Welt als die Diamantenstadt schlechthin bekannt, knapp 80% aller Rohdiamanten und die Hälfte aller geschliffenen Diamanten werden ebenso hier gehandelt.

Gesamt gibt es 5 Straßen, wo sich alles um Diamanten dreht, wobei die Vestingstraat und der Lange Herentalsstraat für Touristen gedacht sind, die etwas kaufen möchten.

In der Hoveniersstraat befindet sich die Diamantbörse. Zutritt haben allerdings nur Händler und deren Gäste, die Sicherheitsvorkehrungen sind so hoch, da gibt es kein Reinkommen für nicht Berechtigte.

Dann gibt es noch das Diamond Office, in dem alle Ein- und Ausfuhren von Diamanten in Antwerpen registriert werden. Dieses gehört auch zum Antwerpen World Diamond Centre (AWDC), dem 1973 gegründeten Dachverband der Diamantbranche.

Ein kleiner Blick in alle Richtungen und man sieht Kameras über Kameras. Hier ist jeder Zentimeter im Blickfeld und mit Garantie ist dies einer der sichersten Orte der Welt.

Der Grote Markt und Brabo: Antwerpens berühmtestes Stadtbild

Auch als Tourist kommt man natürlich am Grote Markt vorbei, denn er liegt mitten im Zentrum und das Leben spielt sich dort ab. Vielleicht ist Antwerpen dort am schönsten, denn die alten Gildehäuser geben ein Bild wieder, dass man nicht mehr vergisst.

Mitten am Platz die Statue von Brabo, dem eine Legende vorauseilt.

Zur Römerzeit soll der Riese Druon Antigon die große Macht besessen haben, den vorbeifahrenden Schiffen auf der Schelde Wegzoll abzukassieren. Wer sich dem wiedersetzte, dem wurde die Hand abgehackt. Eine sehr unschöne Geschichte, die aber auch einen guten Ausgang nimmt. Denn der römische Soldat Silvus Brabo hackte dem Riesen selbst die Hand ab und warf sie im Anschluss in die Schelde. Und somit wurde aus dem Begriff „Hand werfen“ daraus „Antwerpen“.

Das Stadhuis: Auch Köln wurde davon inspiriert

Ebenso am Grote Markt befindet sich das Stadhuis von Antwerpen im italienischen Stil der Renaissance. Dies gefiel auch den Kölnern, so dass sie es als Inspiration für Ihr Rathaus nahmen. Belfried sucht man auf dem Stadthuis vergebens, denn nebenan befindet sich gleich die Liebfrauen-Kathedrale und das war auch der ausschlaggebende Punkt für den Verzicht.

Man kann auch ins Innere des Stathuis, wenn man möchte. Die Türen sind meist offen.

Das historische Zentrum: Treiben lassen, genießen, gut Essen und Biere verköstigen

Hier jetzt noch einen Tipp abzugeben, ist äußerst komplex. Die Gässchen und Plätze rund um den Grote Markt lassen einen einfach treiben und man weiß gar nicht wohin man soll. Auf jeden Fall wäre es schon mal eine gute Gelegenheit für ein tolles Essen und dem Kennenlernen der belgischen Bierkultur.

Ein Tag in Antwerpen: So könnte es gut laufen

Mit diesen Tipps hätte man einen vollen Tag gefüllt, denn man sollte ja auch noch das Einchecken im Hotel bedenken. Kommt natürlich drauf an, wo es liegt. Wenn es zwischen Antwerpen Centraal und Grote Markt liegt, dann kann man mit einem guten Rollkoffer auch zu Fuß entspannt diese Route gehen.

Man würde dann noch durch die Meir kommen, dass ist die Einkaufsstraße von Antwerpen. Und vorbei am Groenplaats, welches auch ein Mekka für Gastronomiefreaks ist. Die Liebfrauenkathedrale sowie Nello und Patrasche passiert man dabei auch noch und somit hat man das Zentrum mehr oder weniger schon ganz gut kennengelernt.

Admina

Belgienliebhaberin, Vielreisende, Geniesserin,

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